Die Port Orford-Zeder

Die Port Orford-Zeder kommt im Bundesstaat Oregon und Nord-Kalifornien vor.

Die Geschichte der Port Orford-Zeder oder „Chamaecyparis Lawsonia„, so ihr lateinischer Name, auf dem nordamerikanischen Kontinent ist weit älter als die der dortigen Menschheit.

Sie ist eigentlich eine weiße Zeder in der Gruppe „falsche Zypressen„ und stammt vom japanischen „Hinoki„-Baum ab, der in Japan sehr verehrt wird. Der Samen des Baumes soll von dort über die großen Winde nach Oregon, an der Südküste der USA, gekommen sein. Als dieser sich dann entwickelte, blühten die Kulturen auf und breiteten sich 80 Meilen ins Land hinein und 50 Meilen südlich und nördlich aus.

Die Zeder braucht ein mildes Klima und genügend Regen. Für entsprechende Luftfeuchtigkeit sorgt die Nähe zum Pazifischen Ozean. Ihr Verbreitungsgebiet beschränkt sich hauptsächlich auf den Staat Oregon und in geringerem Umfang auf Nord-Kalifornien.

Der Baum erreicht in 500 Jahren eine Höhe von 35 bis 55 Metern, mit einem Durchmesser von 1 bis 1,85 Metern. Ein Riesenexemplar und der größte Port Orford-Zedernbaum der Welt, mit einer Höhe von über 66 Metern und einem Durchmesser von 3,65 Metern, steht in Siskiyou, Oregon, einer Stadt, von welcher der Siskiyou-Nationalpark seinen Namen hat und dessen Baumbestand hauptsächlich aus Port Orford-Zedern besteht.

Das Holz ist nicht nur weithin bekannt für seinen Geruch, sondern auch sehr geschätzt für seinen geraden Wuchs. Der Baum hat aber eine Schwäche. Er kann durch Beschädigung absterben. Dagegen ist das Holz sehr widerstandsfähig gegen Fäulnis und Insekten, die offensichtlich den Geruch weniger mögen als der Mensch.

Die Bestände der Port Orford-Zeder stehen unter strengstem Schutz und die Holzarbeiten gestalten sich oft sehr schwierig, weil Beschädigungen im Umfeld durch großes Gerät vermieden werden müssen. In letzter Zeit macht jedoch ein Killer-Pilz große Sorgen. Der „hytophthora lateralis„ ist ein Wurzelschädling. Die Ausbreitung der Sporen im Wasser und in der Erde erfolgt häufig durch den Menschen, weil er an Fahrzeugreifen, Booten und Mountainbikes haftet. Selbst die Forstindustrie schleppt die Sporen bei ihren Arbeiten herum, wenn befallene Bäume entfernt oder Bereiche gesichert werden.

Das verwendete Holz für Schäfte stammt von Exemplaren, die teils schon bis zu hundert Jahre tot sind. Manche dieser Bäume starben in Feuern in alter Zeit ab. Manche stammen aus Cranberry-Sümpfen, wo sie über viele Jahre begraben waren. Hinzu kommen – in sehr geringem Umfang – unbeabsichtigte Fällungen oder Material aus mehr oder weniger notwendigen Forstmaßnahmen. Die Bezugsquellen sind der US-Forstdienst, private Holzgesellschaften, private Landbesitzer und geborgene Bestände. Die Holzfäller müssen ihre Sägen und Ausrüstung selbst schleppen oder mit Esel und Pferd befördern.

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