Ziele ich richtig?


Traditionelles Bogenschießen besteht aus zwei wesentlichen Teilen. Zum einen ist es der Bewegungsablauf, also die Schusstechnik. Sie kann durch intensives Üben und Trainieren erlernt und gefestigt werden.

Zum anderen ist es das Zielen. Viele traditionelle Schützen schießen instinktiv. Leider hilft die beste Schusstechnik nichts, wenn man nicht in der Lage ist, das Ziel auch zu treffen. Hier kommt dann so etwas wie Talent ins Spiel. Man kann immer wieder beobachten, dass Schützen eine saubere Technik haben, aber trotzdem nicht treffen. Der übliche Ansatzpunkt für Korrekturen ist dann die Schusstechnik. Das mag in bestimmten Fällen wohl helfen, aber es trifft in vielen Fällen nicht den Kern der Sache.

Um festzustellen, ob es ein Fehler in der Schusstechnik oder ein Fehler in der Zieltechnik ist, kann man folgende Übung machen. Ausgehend von der Überlegung, dass bei gleichem Stand und gleichem Ziel die Spitze beim Abschuss immer an der gleichen Position sein sollte, braucht man eigentlich nur feststellen, ob das auch der Fall ist. Befindet sich die Spitze immer auf einem anderen Punkt ist es mit großer Wahrscheinlichkeit die mangelhafte Zieltechnik.

Übungsanordnung: Ein Partner stellt sich in zwei bis drei Meter Entfernung seitlich hinter dem Schützen auf. Dieser schießt drei Pfeile und der Partner beobachtet mit einem Auge, an welcher Position sich die Pfeilspitze beim Abschuss befindet. Er braucht sich im Hintergrund nur den Punkt zu merken, an dem die Spitze beim ersten Pfeil steht und ihn mit dem zweiten und dritten Pfeil vergleichen. Natürlich muss der Schütze die gleiche Position beibehalten und der Beobachter ebenfalls. Um eine ungewollte Bewegung zu verhindern, kann sich der Partner am Bogen abstützen.


Man merkt sich im Hintergrund den Punkt, an dem die Spitze beim ersten Pfeil steht und vergleicht ihn mit dem nächsten Pfeil.
Ist der Pfeil immer an einer anderen Position (wie hier im Bild), liegt es mit großer Wahrscheinlichkeit an der mangelhaften Zieltechnik.

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