Bewusstsein und Unterbewusstsein


Menschliche Handlungen können verschieden gesteuert werden. Diese Handlungssteuerung erfolgt zum Teil bewusst, zum Teil aber auch total unbewusst. Setzen wir bewusst Handlungen, so ist es uns nur möglich eine begrenzte Anzahl auch wirklich bewusst auszuführen.

Das Unterbewusstsein kontrolliert die mentalen Bereiche unterhalb des Bewusstseins. Es ist quasi eine Datenbank, die unsere Reaktionen in allen Situationen, in die wir uns begeben wollen oder in denen wir uns gerade befinden, steuert.

Aber wie kommen Informationen dort hin? Das Unterbewusstsein filtert die Informationen des Bewusstseins. Ohne diesen Filter würde unsere „Datenbank“ sehr bald überladen sein. Das Unterbewusstsein lernt genau das, was ihm das Bewusstsein als Information liefert. Von sich aus kann es nicht feststellen, ob etwas richtig gemacht wurde oder nicht. Ich muss es ihm mitteilen.
Beispielsweise mache ich einen Fehler beim Schießen: Dieser Fehler muss bewusst verarbeitet werden. Erst dann besteht die Möglichkeit, dass dieser Fehler später (und ohne es bewusst zu wollen) nicht mehr vorkommt. Bin ich selbst nicht in der Lage zu erkennen, welche Bewegungsabläufe richtig sind, werde ich immer Schwierigkeiten haben, exakt und gut zu schießen. Ein Trainer oder ein Fachmann, der mich auf meine Fehler hinweist, ist deshalb unbedingt notwendig.

Einen wesentlichen Vorteil hat das Unterbewusstsein gegenüber dem Bewusstsein: Hat man einmal die richtigen Abläufe gespeichert, so kann man mehrere Dinge gleichzeitig tun. Erinnern Sie sich noch, als Sie mit dem Bogenschießen begonnen haben? Sie mussten fast jede Bewegung bewusst durchführen. Das aber ging nur hintereinander. Und immer wieder haben Sie einen oder vielleicht sogar mehrere Punkte vergessen oder wieder falsch gemacht. Erst mit der Zeit ist Ihnen der Ablauf in Fleisch und Blut übergegangen, Sie haben es in Ihrem Unterbewusstsein gespeichert.


(C) 2013 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken