Weite Schüsse

Ein wunderschöner Schuss. Die Scheibe steht wunderschön in der Landschaft, das Sonnenlicht bringt den Hirsch wunderschön zu Geltung. Da ist nur ein kleines Problem: Die Scheibe ist sauweit entfernt.

Was also tun? So mancher „Experte“ wird hier zum bes­ten geben: „Einfach ins Kill schauen und paff …“ Wenn´s nur so leicht wäre. Durch Zufall kann so manche Scheibe getroffen werden. Ein Test wäre einfach einen zweiten Pfeil zu schießen. Wenn der wieder trifft, dann ist es tatsächlich Können. Liest man so in diversen Foren, bekommt man alle möglichen Ratschläge. Die meisten beschäftigen dabei mit Übungsmethoden, obwohl sie´s selbst höchstwahrscheinlich gar nicht machen.

Man muss grundsätzlich mal unterscheiden: Welche Übungen können im Training gemacht werden, um auf solche Situationen vorbereitet zu sein? Als zweites ist für mich Taktik ein Thema. Da man nicht alles üben kann, sollte man sich Strategien überlegen, wie man bei weiten Schüssen vorgehen könnte, um die Wahrscheinlichkeit eines Treffers zu erhöhen.

Trainingsmöglichkeiten und Taktik


Methode 1: Möglichst viele Pfeile auf unterschiedlich weite Entfernungen.

Methode 2: Regelmäßiges Schießen von Walk ups bei Gruppe 1 und 2.

Methode 3: Bei weiten Entfernungen schaut man als Instinktiv-Schütze auf die Rückenlinie.

Methode 4: Man schießt im Training weiter, als man es im Wettkampf erwartet.

Methode 5: Bewusstes Wechseln zum Systemschießen bei weiten Schüssen. Methode 6: Beim Gap Shooting kann man zum „gefühlten“ richtigen Abschusswinkel noch zusätzlich einen Arm etwas anheben. Methode 7: Schießen mit einem Entfernungsmesser. Damit bekommt man ein Gefühl für Entfernungen.

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