Pfeiltest: Rohschafttest


Wer hat es noch nicht erlebt: Man hat sich einen neuen Bogen zugelegt und bei den ersten Schüssen stellt man fest, dass die Pfeile nicht mehr so fliegen wie mit dem alten Bogen. Auch gibt es sehr viele traditionelle Schützen, die es offensichtlich nicht merken oder denen es egal ist, wie die Pfeile ins Ziel trudeln, reiten oder wedeln. Die hier beschriebene Vorgangsweise habe ich selbst mit meinen zwei neuen und identischen Langbögen durchgeführt. Die neuen Bögen sind wesentlich leistungsfähiger als der alte – übrigens auch vom gleichen Hersteller – und damit sind meine über Jahre immer gleich gebauten Pfeile plötzlich nicht mehr geflogen. Bei jedem Schuss schlug das Pfeilende extrem aus. Also musste ich mich nach Jahren wieder selbst mit der Materie beschäftigen.
Man schneidet nun die Schäfte auf die richtige Länge und bringt Nocke und Spitze an. Bei Holzpfeilen muss man auch auf das Gewicht achten. Daher empfiehlt es sich, unter Umständen nur drei Schäfte pro Spinegruppe herzu­richten. Bei Carbonpfeilen wird einer genügen.

Man schießt nun auf rund 18 Meter die unbefiederten Schäfte. Dabei wird man feststellen, dass diese ungefähr auf halber Strecke zum Ziel teilweise eine extreme Richtungsänderung machen.

Landen die Pfeile links von der gedachten Mittellinie, sind sie zu steif.
Landen sie rechts davon, sind sie zu weich.

Bei Linksschützen ist es natürlich umgekehrt.




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